Scotland Yard - Spiel des Jahres 1983

Scotland Yard

Wer hat das Spiel Scotland Yard entwickelt?
Das Spiel Scotland Yard wurde von einem ganzen Projektteam, bestehend aus Autoren, Technikern, Einkäufern und Grafikern, entwickelt. Zuerst wurden die Entwickler nicht namentlich genannt, doch später drang es an die Öffentlichkeit, dass es sich dabei um Werner Schlegel, Fritz Ifland, Werner Scheerer, Dorothy Garrels, Wolf Hoermann und Manfred Burggraf handelt. Als nach einer neuen Spielidee gesucht wurde, stellte sich die Frage, was die Teilnehmer des Projektes als Kinder selbst am liebsten gespielt haben. Auf diese Weise wollte man sichergehen, dass das Konzept bei Kindern auch besonders gut ankommt. Die meisten nannten das legendäre Fangspiel „Räuber und Gendarm“, so dass die Spielidee für Scotland Yard feststand.

Scotland Yard - Spiel des Jahres 1983

Die Wahl zum Spiel des Jahres
In einem Zeitraum von neun Monaten entwickelte das Team einen Prototypen, der damals noch den Namen „Manhattan“ trug. Nach eingehender interner Prüfung entstand dann das beliebte Brettspiel Scotland Yard, das es im Erscheinungsjahr 1983 gleich zum Spiel des Jahres brachte. Gedacht ist das Spiel für drei bis sechs Spieler ab einem Alter von 10 Jahren. Zwei Jahre nach seinem Erscheinen, waren bereits über eine Million Spiele verkauft worden, bis zum Jahr 2003 waren es über drei Millionen Exemplare. Der Verlag Ravensburger brachte in den Jahren 1996 und 2003 jeweils eine Neuauflage des beliebten Strategiespieles auf den deutschen Markt.

Worum geht es bei Scotland Yard?
Schauplatz von Scotland Yard ist die britische Metropole London, die auf dem Spielplan mit einigen Sehenswürdigkeiten abgebildet ist. Vor dem Spielbeginn wird entschieden, wer als Mister X agieren soll, alle anderen Spieler sind Detektive, die Mister X fangen müssen. Dafür stehen den Spielern lediglich 24 Spielzüge zur Verfügung, um das Feld zu erwischen, auf dem sich der Flüchtige gerade befindet. Auf dem Spielplan sind die Stationen von U-Bahnen, Taxen, Bussen und Fähren eingezeichnet, alles Verkehrsmittel, die den Spielern zur Verfügung stehen. Allerdings erhält jeder Spieler zu Beginn nur eine begrenzte Anzahl an Fahrscheinen für jedes dieser Verkehrsmittel. Diese muss er sich gut einteilen, um sich taktisch klug in der Innenstadt von London zu bewegen.

Mister X schreibt seine Züge für sich auf, muss jedoch in regelmäßigen Abständen seinen Standort anzeigen, damit die Detektive sich neu orientieren können. Mister X muss jedoch den Mitspielern immer sagen, welches Verkehrsmittel er für seinen nächsten Zug benutzt. Da die Detektive ein Team bilden, müssen sie sich untereinander absprechen, um Mister X geschickt einkesseln zu können. Wenn es für Mister X eng wird, kann er ein spezielles Black Ticket einsetzen, so dass er den Detektiven das gewählte Verkehrsmittel nicht verraten muss. Mister X kann jedoch nicht schummeln, da er die verwendeten Tickets auf einer beigefügten Ablagetafel, für jeden sichtbar, ablegen muss.

Unser Schlusswort
Scotland Yard ist inzwischen aus als PC-Spiel erhältlich, und im Jahr 1999 kam das Spiel N.Y. Chase heraus, bei dem Mister X in Manhattan verfolgt wird, entsprechend der ursprünglichen Idee der Entwickler. Bei diesem Spiel wurden noch einige zusätzliche Finessen eingebaut, so dass es sich doch deutlich von Scotland Yard abhebt. Es gibt auch 29 spannende Hörspiele, die der Verlag Ravensburger basierend auf dem Spiel Scotland Yard herausbrachte. Scotland Yard ist ein packendes Strategiespiel, das viele Stunden vergnüglichen Spielspaß für die ganze Familie garantiert.