Sagaland - Spiel des Jahres 1982

Sagaland

Sagaland - Spiel des Jahres 1982

Wer hat das Spiel Sagaland entwickelt?
Der Verlag Ravensburger war Anfang der 80er Jahre auf der Suche nach einem Märchenspiel und stieß dabei auf Michel Matschoss, der als Kenner der Märchen der Gebrüder Grimm galt. Er setzte sich mit Alex Randolph zusammen, und innerhalb weniger Wochen war die Spielidee für Sagaland geboren. Mit dem Titel des Spieles waren die beiden Entwickler anfangs zwar nicht gerade glücklich, doch die ansprechende Grafik des Spieles konnte sie versöhnlich stimmen. Diese stammte von Büttner und Plümacher, die bereits die Gestaltung von „Hase und Igel“, dem ersten Spiel des Jahres, übernommen hatten.

Die Wahl zum Spiel des Jahres
Sagaland ist ein sehr populäres Brettspiel, das sich bis heute auf dem Markt halten konnte. Nach Veröffentlichung im Jahr 1981, wurde es bereits im Jahr 1982 zum Spiel des Jahres gewählt. Inzwischen wurden mehr als drei Millionen Exemplare des Spieles verkauft, und im Jahr 2007 wurde es aufgrund der ungebrochenen Nachfrage von der Firma Ravensburger sogar neu aufgelegt. Allerdings hat sich das Design der Verpackung im Laufe der Zeit mehrmals verändert.

Worum geht es bei Sagaland?
Die Entwickler des Spieles wollten ein Spiel erfinden, bei dem es nicht nur um ein Wettrennen geht, sondern auch um das Sammeln. So entstand eine tolle Mischung aus einem Memory und einer Art „Mensch ärgere Dich nicht“, so dass das Spiel besonders spannend ist. Im Spiel enthalten sind 13 Bäume, 13 runde Aufkleber, die unter die Bäume geklebt werden, 13 Fragekarten, sechs Spielfiguren und zwei Würfel. Geeignet ist Sagaland für zwei bis sechs Spieler ab acht Jahren, wobei das Spiel selbst für Erwachsene noch ein vergnüglicher Zeitvertreib ist.

Auf dem Spielbrett sind ein Märchenwald als Spielfeld, ein Schloss als Ziel und ein Dorf als Startfeld abgebildet. Zu Beginn des Spieles werden die Bäume auf den 13 Feldern des Märchenwaldes verteilt, so dass niemand die Bilder unter den Bäumen sehen kann. Die 13 Fragekarten werden gemischt und verdeckt als Stapel neben das Spielfeld gelegt. Nun wird die oberste Karte aufgedeckt, und der jüngste Spieler eröffnet das Spiel. Es wird jeweils mit zwei Würfeln gespielt und die eigene Spielfigur um die entsprechende Augenzahl versetzt.

Ziel des Spieles ist es, als Erster den Baum mit dem aufgedeckten Bild zu finden. Dazu müssen die Spieler bis zu einem Baum vorrücken, und dann die Unterseite so betrachten, dass kein Mitspieler das Bild sehen kann. Befindet sich unter dem Baum das gesuchte Symbol, muss man sich auf direktem Weg zum Schloss begeben, und dort das Schlüsselfeld erreichen. Kann der Spieler dann den Baum mit dem gesuchten Bild korrekt zeigen, erhält er die Karte. Hat sein Gedächtnis ihn jedoch im Stich gelassen, und er zeigt den falschen Baum, wird die Karte wieder unter den Stapel gelegt, und der Spieler merkt sich den Baum, damit er ihn schnell findet, wenn er gesucht wird.

Wer zuerst drei Karten gesammelt hat, der hat das Spiel gewonnen. Ist ein Feld bereits von einem Spieler besetzt, so wird dessen Spielfigur rausgeworfen und muss wieder im Dorf anfangen. Eine Spielrunde dauert etwa 30 bis 45 Minuten und erfordert von den Spielern vor allem ein gutes Gedächtnis.

Unser Schlusswort
Im Jahr 2007 erschien eine Neuauflage des Spieles in neuer Aufmachung, das Spiel soll nun auch Kinder ab einem Alter von sechs Jahren ansprechen.