Focus - Spiel des Jahres 1981

Focus

Wer hat das Spiel Focus entwickelt?
Das Strategiespiel Focus wurde von dem US-Amerikaner Sid Sackson erfunden, einem der erfolgreichsten Spieleentwickler der Welt. Die Spielidee ist an das Konzept des Spieles Tricolor angelehnt, das wiederum eine Weiterentwicklung des Spieles Laska sein dürfte. Laska wurde seinerzeit vom ehemaligen deutschen Schachweltmeister Emanuel Lasker erfunden, dessen Spielidee vermutlich vom russischen Spiel Baschni kam. So ist es nicht verwunderlich, dass das Spiel Focus dem Spiel Laska ziemlich ähnelt.

Focus - Spiel des Jahres 1981

Die Wahl zum Spiel des Jahres
Focus wurde bereits im Jahr 1963 zum ersten Mal in einer Zeitschrift erwähnt. Im Jahr 1965 eroberte es dann den US-amerikanischen Markt, das Unternehmen Parker Brothers brachte es 1980 in Deutschland auf den Markt. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits in der engeren Auswahl zum Spiel des Jahres, musste sich jedoch dem Spiel Rummikub geschlagen geben. Erst im folgenden Jahr wurde Focus dann zum Sieger gekürt und ist somit bisher das einzige abstrakte Denkspiel, das es zum Spiel des Jahres gebracht hat.

Es konnte sich bis zum Jahr 1987 auf dem Spielemarkt halten. Im Jahr 1995 brachte die Firma Kosmos eine Neuauflage des Spieleklassikers auf den deutschen Markt, die bis zum Jahr 2001 im Handel erhältlich war. Inzwischen findet man das Spiel nicht mehr im Spielwarenhandel, ein Belgier hat die Idee von Focus jedoch aufgegriffen und schließlich das Spiel Dvonn entwickelt.

Worum geht es bei Focus?
Bei Focus handelt es sich um ein reines Denkspiel, das für zwei oder vier Spieler ab 10 Jahren geeignet ist. Das Regelwerk ist sehr einfach gehalten, und dennoch ist das Spiel für kluge Köpfe sehr komplex.

Das Spiel Focus wird auf einem speziellen Brett mit insgesamt 52 Feldern gespielt. 36 Felder sind in einem Quader von sechs auf sechs Feldern angeordnet, an jeder Seite des Brettes wird das Spielfeld dann von einer Reihe mit vier Feldern begrenzt. Zu Beginn des Spieles werden die Spielsteine in zwei verschiedenen Farben nach einem speziellen Muster auf dem Spielfeld mit den 36 Feldern aufgestellt. Da nur Spielsteine in zwei Farben vorhanden sind, müssen bei vier Spielern zwei Teams gebildet werden. Während des Spielverlaufes werden einzelne Spielsteine übereinander gestapelt, so dass Türme entstehen. Der Turm gehört immer demjenigen, dem auch der oberste Spielstein gehört.

Ein Turm darf immer aus maximal fünf Spielsteinen bestehen, sonst werden die überschüssigen von unten her entfernt. Der Spieler, der an der Reihe ist, erhält die entfernten Spielsteine in seiner eigenen Farbe für seinen Vorrat, die anderen Steine werden komplett aus dem Spiel genommen. Die Mitspieler führen ihre Züge abwechselnd aus, wobei ein Zug ganz unterschiedlich aussehen kann. Der Spieler, der an der Reihe ist, nimmt einen oder mehrere Spielsteine von einem seiner Türme und zieht sie in horizontaler oder vertikaler Richtung weiter. Dabei wird die Zahl der zu ziehenden Felder von der Anzahl der mitgenommenen Steine bestimmt.

Der Spieler kann sowohl auf ein bereits besetztes, als auch auf ein freies Feld ziehen. Ein Zug kann jedoch auch so erfolgen, dass ein Stein aus dem Vorrat auf ein leeres Feld oder auf einen eigenen oder gegnerischen Turm gesetzt wird. Sieger des Spieles ist derjenige, der den letzten Zug ausführen kann. Focus kann auch von drei Personen gespielt werden, dann gelten besondere Regeln. Focus ist ein spannendes Spiel, bei dem Taktik und Verstand gefragt sind.